Menu Content/Inhalt
Startseite

Presseinformation

Pressekontakt

Mitgliederbereich

An- / Abmelden

Impressum

Impressum
Aktuell sind 21 Gäste online
Besucher: 2295000
Pressemitteilung 1/2012

LFE ++++ Pressemitteilung 1/2012 ++++ Neues

Landesfachverband der Bau- und Energieberater Berlin-Brandenburg e.V. (LFE)

Berlin, 25.3.2012

++++

Energieberater in Berlin und Brandenburg fordern:
mit klaren politischen Rahmenbedingungen Sanierungsstau beenden

Die Mitglieder des Landesfachverbandes der Bau- und Energieberater Berlin-Brandenburg e.V. gaben am 22. März 2012 in Berlin eine Erklärung ab, in der sie sich an verantwortlichen Politiker aller Parteien wenden und fordern, die Ziele des Klimaschutzprogramms nicht länger durch fehlende politische Rahmenbedingungen und unentschlossenes Handeln zu gefährden.

Energiesparende Bauweise, die notwendige energetische Sanierung und Klimaschutz sind für die qualifizierten Energieberater tägliche Arbeit. Zusehens begegnet ihnen dabei in den Beratungsgesprächen mit Bauherren und Investoren die Verunsicherung hinsichtlich der Zuverlässigkeit von Forderungen und Förderungen. In Aussicht gestellte steuerliche Vergünstigungen finden keine politische Einigung, über staatliche Fördermittel sind durch den Haushalt nicht gesichert, Zuschüsse für erneuerbare Energien werden reduziert, über künftige gesetzliche Anforderungen besteht Unklarheit. Durch fehlende Motivation und Orientierung, so registrieren die Fachleute, werden viele Projekte aufgeschoben.

„Diese Konzeptlosigkeit behindert unsere Arbeit“, so der Vorsitzende des Fachverbandes Matthias Kauf, „Mit dem ständigen Hin und Her und ohne politischen Fahrplan sind die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung nicht zu realisieren.“

„Wir haben viel Zeit und Geld in unsere Aus- und Weiterbildung investiert, engagieren uns mit unserer Arbeit vor Ort langfristige Konzepte zu erstellen, um konkret mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand Energiekosten und Umweltbelastung zu reduzieren. Wir versuchen, als Scout durch das Dickicht der gesetzlichen Bestimmungen und Fördermittel zu führen und fühlen uns dabei im Stich gelassen.“

Hier nur einige Beispiele:

Die im vergangenen Jahr angekündigten steuerlichen Erleichterungen energetischer Sanierung veranlassten viele Eigentümer ihre geplanten Investitionen zunächst zurückzustellen, um die für sie günstigere Förderung zu nutzen. Seit dem ist auch nach erfolglosen Beratungen im Vermittlungsausschuss keine Entscheidung in Sicht. Die Verunsicherung bleibt, Investitionen werden zurückgehalten.

Die KfW verbessert die Konditionen der Förderprogramme Energieeffizient Bauen und Sanieren und schafft damit zusätzliche Anreize. Eine breite Popularisierung, um Interesse und Bereitschaft in der Bevölkerung zu wecken, erfolgt nicht. Stattdessen bedingen die unterschiedlichen Stichtage zur Einführung verbesserter Programme zeitliche Verzögerungen von Bauvorhaben, wird bekannt, dass die finanzielle Deckung durch den Haushalt nicht gesichert ist. Diese Mittel werden dann freigegeben, zugleich wird angekündigt, das diese mit einer geplanten Kürzung des Marktanreizprogramms MAP verbunden werden, Umfang unbekannt.

Die Solarförderung wird gekürzt, ein Stichtag benannt und dann wieder korrigiert. Die Rentabilität ist damit für viele Interessenten in Frage gestellt. Es herrscht die vorrangige Meinung, dass der Einsatz erneuerbarer Energien unwirtschaftlich ist.

Eine Bundesweite Expertenliste wird öffentlich angekündigt. Die Begründung der Notwendigkeit zur Einführung dieser Liste wird von der beauftragten dena missbraucht, pauschal mangelhafte Beratung durch Energieberater als Ursache fehlerhafter Planung und Bauausführung darzustellen. Diese Liste in der zunächst dargestellten Form wird es künftig nicht geben. Eine Korrektur dieser falschen Darstellung erfolgte bis heute nicht. Sie bietet aber zusehends den Nährboden, um in unsachgemäßen Berichten vieler Medien, alle Energieberater gleichermaßen zu diffamieren und den Wert energetischer Sanierung generell in Frage zu stellen. Die zuständigen Bundesministerien und aus Steuermitteln bezahlten Institutionen dieser Branche leisten hier nur geringe Öffentlichkeitsarbeit zur sachlichen Aufklärung.

Die bereits mehrfach angekündigte neue Energieeinsparverordnung ist in der Öffentlichkeit Gegenstand wildester Spekulationen und geschürter Ängste. Eine klärende Information erfolgt nicht.

Es obliegt den professionellen Energieberatern in der täglichen Arbeit Verunsicherungen abzubauen, mit Fakten und Argumenten zu überzeugen, um Anerkennung ihres auch künftig wichtigen Berufsstandes zu ringen und Investitionsentscheidungen in die energieeffiziente Sanierung trotz bestehender Verunsicherung zu befördern. Dabei finden sie nur wenig Unterstützung.

Die Energieberater des Fachverbandes diskutierten ihren Arbeitsplan für das kommende Jahr, dessen Schwerpunkt der praktische Erfahrungsaustausch und das umfangreiche Weiterbildungsangebot bilden und beschlossen, sich mit nachfolgender Erklärung „Politische Unentschiedenheit behindert unsere Arbeit und gefährdet die klimapolitischen Ziele“ an die Verantwortlichen zu wenden. (Text liegt bei)

Der Landesfachverband der Bau- und Energieberater Berlin-Brandenburg e.V. (LFE) wurde 2003 in Berlin gegründet. Die mehr als  200 Experten des LFE bieten von der individuellen Vor-Ort-Beratung privater Bauherren und Immobilienbesitzer bis zur Entwicklung umfassender Energiekonzepte für Wohnungsbaugesellschaften, Gewerbe, Industrie und Kommunen ihre Leistung als Berater, Gutachter und Planer an. „Energieeffizienz durch qualifizierte Beratung: Vor Ort – neutral – unabhängig – professionell“ ist der Grundsatz aller Verbandsmitglieder. Der Zusammenschluss im Fachverband dient dem Erfahrungsaustausch mit anderen Spezialisten, zur Kooperation und Weiterbildung. Die Begegnungen und Seminare sind für alle Interessierten offen.

++++

Landesfachverband der Bau- und Energieberater Berlin-Brandenburg e.V.

Chalottenstraße 68, 10117 Berlin

Tel.: 030 – 250 98 989 

kontakt@bauenergieberater-bb.de

www.bauenergieberater-bb.de

 


++++

Anlage: Text der Erklärung des LFE hier

weiter …